Anmeldezeitraum 2018

  • Die Sprachbildung
  • Der Prozess

Der Prozess

Auf dem Weg zum Basiscurriculum Sprachbildung – Der Prozess

Der bisherige Prozess

Unsere Schule führte im Dezember 2013 erstmals einen Studientag zur Sprachbildung durch. Das Ziel dieses Studientages war es, das Kollegium über alle Fächer für die Sprachbildung zu sensibilisieren. Dazu luden wir Fachexperten ein, die uns im Rahmen von Workshops zeigten,

  • …welche sprachlichen Hürden Schülerinnen und Schüler zu nehmen haben.
  • …welche Möglichleiten für sprachsensiblen Unterricht es über den Deutschunterricht hinaus geben kann.

Die Workshops mit den Titeln

  • Textszenarien – Anregende Aufgaben für alle Lerntypen
  • Mit der Sprache muss man rechnen – mit den Wörtern auch
  • Texte didaktisieren – Leseübungen nach J. Leisen

verfehlten ihr Ziel nicht. Dem Kollegium war nun bewusst, dass wir gemeinsam, über alle Fächer hinweg, für die Sprachbildung unserer Schülerinnen und Schülern verantwortlich sind. Darüber hinaus gab es nun konkrete methodische Ideen, die ausprobiert werden konnten.

Einen weiteren Impuls, die Sprachbildung an unserer Schule zu konkretisieren, gab uns die Aufgabe, das SchiC zu erstellen. In der Prozessplanung für die Erstellung des SchiC lag die Fokussierung des Teil B, zu dem die Sprachbildung gehört, im Schuljahr 2016/17.

Seit dem ersten Studientag im Schuljahr 2013/14, und teilweise schon zuvor, probierten wir unterschiedliche Dinge aus, die der Sprachbildung zuzuordnen waren. Wir machten methodische Erfahrungen durch das Erstellen von AEIOU-Aufgaben (siehe fachübergreifende Unterrichtseinheiten) und erkannten, dass die Arbeit mit Textszenarien diesen Aufgabentypen entsprach. Wir nutzten die Lernausgangslage im 7. Jahrgang als Diagnoseinstrument für die Ermittlung von Förderbedarfen. Wir waren sensibilisiert für die sprachlichen Hürden im mathematisch – naturwissenschaftlichen Unterricht, denen die Schülerinnen und Schüler z. B. bei der Arbeit mit den Fachbüchern ausgesetzt waren. Kurzum: Wir machten in dieser Zeit viele Erfahrungen, die Sprachbildung betreffend.

Im Schuljahr 2016/17 war nun die Zeit gekommen, all unsere Erfahrungen und die praktizierten Sprachbildungsinhalte zu konkretisieren und verbindliche Maßnahmen zu verabreden. Dazu sollte der zweite Studientag zur Sprachbildung, den wir im April 2017 durchführten, dienen.

Mit all unseren Erfahrungen, der zuvor durchgeführten Bestandsaufnahme zu Sprachbildung und dem Bewusstsein „Die Sprachbildung geht uns alle an“, planten wir diesen Studientag ohne externe Experten, denn als Experten sahen wir uns selbst. Wir ließen uns allerdings extern durch diesen Tag moderieren, damit wir alle uns in die konkrete inhaltliche Arbeit mit hineinbegeben konnten.

An diesem Tage sollten die folgenden Ziele erreicht werden:
Studientag Sprachbildung 1
Die Arbeit an diesem Tage hatte zwei Schwerpunkte. Zum einen ging es um fachübergreifende Maßnahmen. Es sollte gewährleistet sein, dass alle Kolleginnen und Kollegen nach diesem Tag
Kenntnis über diese Maßnahmen und deren Umsetzung haben. Der zweite Fokus lag auf den fachspezifischen Maßnahmen.
Studientag Sprachbildung 2
In der ESL-Sitzung vom 03.05.2017 formulierten wir zwei strategische Ziele die bereits im Schuljahr 17/18 in die Umsetzung gehen sollten.

Im Rahmen der Qualifizierung des Mittleren Managements (eine regionale Qualifizierungsmaßnahme für Teamleitungen und Fachleitungen) konnten Zeit-Maßnahmepläne für die Umsetzung der zwei
Ziele erarbeitet werden.

Der aktuelle Stand

Im laufenden Schuljahr findet die Umsetzung der folgenden Ziele statt:
Sprachbildung Strategisches Ziel 1
Im Jahrgang 7 erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine Einführung der Textknackermethode.
Darüber hinaus erhalten sie ein Informationsblatt zum Textknacker, welches in ihrem Hefter abgeheftet und die Vorgehensweise in den einzelnen Arbeitsschritten erklärt. Dieses Informationsblatt können die Schülerinnen und Schüler in allen Fächern nutzen.
Sprachbildung Strategisches Ziel 2
Bei der Einführung der genannten Operatoren erhalten die Schülerinnen und Schüler der 7. bzw. 8. Klassen ein Informationsblatt, welches anschließend ebenfalls in allen Fächern genutzt werden kann.

Der Ausblick

Der Studientag im April 2016/17 ergab, dass die Fachbereiche unabhängig voneinander das Bedürfnis geäußert haben, mit den Schülerinnen und Schülern im jeweiligen Fach ein Glossar anlegen zu wollen. Hierzu entstand die Idee, die Erarbeitung eines- und die Arbeit mit einem Glossar für die Schülerinnen und Schüler dadurch zu vereinfachen, dass wir eine fachübergreifende Verabredung über die Form und das Format eines solchen Glossars treffen sollten. Die Fachbereiche Künste/Musik, Nawi und Gewi erklärten sich bereit im Schuljahr 2017/18 gezielt Glossararbeit zu betreiben. So können wir mit Hilfe der in diesem Schuljahr gemachten Erfahrungen einen Vorschlag zur zukünftigen Glossararbeit erarbeiten und diesen Punkt als verbindliche Maßnahme mit in das Sprachbildungskonzept übernehmen.

Bei all unserem Handeln haben wir unser Projektziel im Auge.
Sprachbildung Zielstezung
Grundsätzlich betrachten wir aber ein Konzept als eine Arbeitsgrundlage. Das bedeutet, dass ein fortgesetztes Überarbeiten hinsichtlich der Erweiterung, Korrektur oder Löschung von Inhalten für uns eine Selbstverständlichkeit darstellt.

Sprachbildund Inhalte 1

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