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Tag der offenen Tür 2018

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Die Kommunikationsstrukturen

Kommunikationsstrukturen neu

Wie können wir im Informationsfluss unserer Schule wirksame Strukturen nachhaltig installieren? Diese Frage leitete uns in den vergangenen 5 Schuljahren beim Aufbau unserer Kommunikationsstrukturen.

Mit denTeams der Jahrgänge und der Sozialarbeit in der horizontalen Ebene, den ②Fachkonferenzenin der vertikalen Ebene und der diagonal verlaufenden ③Erweiterten Schulleitung besitzt die Schule am Schloss miteinander verwobene Kommunikationsebenen, in denen wenig verloren gehen kann.

Jede Sitzung wird protokolliert mithilfe eines standardisierten Formulars.

In den Jahrgangsteams kommen wöchentlich – geleitet von einer/einem dort gewählten Teamleiterin/Teamleiter - alle Klassenlehrerinnen und -lehrer eines Jahrgangs sowie zugeordnete Fachlehrerinnen und -lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen und Sonderpädagoginnen und -pädagogen zusammen. Die Teamleiterinnen und -leiter tagen ebenfalls wöchentlich in der Teamleitersitzung mit dem Schulleitungsteam (Mittelstufenleiterin, Stellvertretende Schulleiterin und Schulleiter). Das Schulleitungsteam trifft gleichfalls wöchentlich zusammen.

Die Fachkonferenzen - geleitet von den intern und extern bestellten Fachleitungen – tagen drei- bis viermal jährlich. Die Fachleiterinnen und -leiter treffen sich 4x jährlich unter Leitung der Mittelstufenleiterin in der Fachleiterrunde.

In der Erweiterten Schulleitung kommen die Fach- und Teamleiterinnen und -leiter monatlich mit dem Schulleitungsteam zusammen.

Mittelstufen-, Fach- und Teamleiterinnen und -leiter besuchen seit Schuljahr 2015/16 die „Fortbildungsreihe zur Qualifizierung des Mittleren Managements“ im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

① Die Jahrgangsteams
Bereits im Schuljahr 2011/12 machten sich an unserer Schule zwei Jahrgänge auf den Weg – noch ohne vorgegebene zeitliche Strukturen – um Jahrgangsangelegenheiten im Kreise der Klassenlehrerinnen und -lehrer zu thematisieren. Moderiert von unserem externen Schulberater, wurde im Rahmen der Steuerungsgruppe am 06. Januar 2012 der Wunsch formuliert, eine Stunde wöchentlich für Teamsitzungen freizuhalten, eine Teamleiterrunde mit der Schulleitung einzurichten sowie die Jahrgangsteamleitungen fortzubilden.

Die Gesamtkonferenz machte aus dieser Idee am 11. Juni 2012 Nägel mit Köpfen: Dem Entwicklungsplan der Steuerungsgruppe folgend, beschloss sie im Zuge der neuen Rhythmisierung, die wöchentlich festgesetzten Jahrgangsteams zum

Kernstück der Konferenzstruktur zu machen. Die Schulkonferenz folgte diesem Beschluss zwei Tage darauf.

Die Aufgabenbeschreibung für die Jahrgangsteams liest sich in der zugehörigen Beschlussvorlage wie folgt: „Die Teamzeit ist der Ort, um sich gegenseitig in pädagogischen Fragen zu beraten und gemeinsame Verabredungen zu treffen, die unsere Schülerinnen und Schüler unterstützen. Insoweit wirken sich Teamstrukturen stützend und verstärkend auf das Klassenlehrerprinzip aus. Die Unterrichtsentwicklung im Jahrgang findet unter Einbeziehung der jeweiligen Fachvertreterinnen und Fachvertreter im Team statt.“

Mithilfe der regionalen Fortbildung im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wurden die Jahrgangsteams in allen Jahrgängen mit Beginn des Schuljahres 2012/13 in einer „Kick-off“-Gesamtkonferenz installiert. Der erste Arbeitsauftrag für die Teams lautete: „Bitte entwerfen Sie im Jahrgang ein verbindliches Angebot a) von Wahlpflicht-AG´s [heute: Kurse] im Mittagsband und b) für 40minütige kernfachbezogene Förderangebote. Bitte organisieren Sie das Wahlverfahren und die Durchführung der Schülerzuordnung im Jahrgang.“

Parallel zur neuen Rhythmisierung sollten die neuen „Wahlpfplicht-AG´s“ an den fachlichen und überfachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler ansetzen und diese erweitern. Das hierbei entstehende Gesamtangebot im Jahrgang sollte eine sinnvoll begründbare Diversität aufweisen.

Innerhalb der gesetzten Frist von 2 Wochen kreierten die Jahrgangsteams zum Schuljahresbeginn insgesamt rund 50 Angebote, verteilt auf 4 Wochentage, die den genannten Kriterien entsprachen – ein großartiger erster Erfolg in der Teamarbeit!

Die inhaltliche Gestaltung des Mittagsbandes gehört bis heute zu den Standards in den Aufgabenbereichen der Teams, hinzugekommen sind: Übergabe der Arbeitsergebnisse an das nachfolgende Jahrgangsteam zum Schuljahresbeginn, Organisation der Berufs- und Studienorientierung im Jahrgang, Gestaltung der fächerübergreifenden Unterrichtseinheiten im Jahrgang, gegenseitige Beratung in pädagogischen Fragen und vieles mehr.

Nach vier Jahren in funktionierenden Teamstrukturen wissen wir, dass in den Teamsitzungen die pädagogisch-fachlichen Aufgaben von zahlreichen organisatorischen Herausforderungen ergänzt und manchmal auch überlagert werden.

Die Notwendigkeit der regelmäßigen Teamzeiten wird dadurch nicht infrage gestellt, sondern es besteht ein ausgeprägtes Bewusstsein darüber, dass die Jahrgangsteams der richtige Ort sind, um notwendige Aufgaben und Herausforderungen effektiv zu bearbeiten.

② Die Fachkonferenzen
Mit der Installation der Jahrgangsteams setzten wir im Frühjahr und Sommer 2012 einen deutlichen Schwerpunkt in der schulischen Kommunikationsstruktur, den wir über das gesamte Schuljahr hinweg beibehielten.

Gleichzeitig war uns bewusst, dass wir die fachlichen Kommunikationsstrukturen an unserer Schule stärker ausbauen müssen, um den fachlichen Herausforderungen – wir führen zu allen Berliner Schulabschlüssen – gewachsen zu bleiben. Bloß wie genau?

Mit der Vorbereitung des Tages der offenen Tür im Januar 2013 ging uns ein Licht auf: Ganz organisch orientierten wir uns in der Programmgestaltung des Tages an unserem Alleinstellungsmerkmal – den sechs Profilen [damals: Schwerpunktklassen]. Die Profile sollten zukünftig – zusammen mit den Kernfächern Deutsch und Mathematik - auch die Grundstruktur für unsere Fachkonferenzen bilden.

Die insgesamt 8 Fachkonferenzen teilten wir in zwei Bänder auf: Im blauen Band wurden die Fachbereiche „leistungsdifferenzierten Unterrichts“ zusammengefasst (vgl. Sek I-VO § 27), im grünen Band die Fachbereiche, in denen die Bestimmungen zum „leistungsdifferenzierten Unterricht“ nicht angewendet werden, also:

Blaues Band der Fachkonferenzen:

  • Deutsch, Mathematik, Sprache (inkl. Erste Fremdsprache), NaWi (inkl. Chemie)

 Grünes Band der Fachkonferenzen:

  • WAT, Sport, GeWi, Künste

Zu Beginn waren nur die Fachkonferenzen „Sprache“ und „Sport“ mit einer offiziell bestellten Fachleitung besetzt. Die Fachkonferenz Sprache erhielt zusätzlich von Januar 2013 bis Sommer 2014 Unterstützung durch eine Fachcoachin der SenBJW und schuf in dieser Kooperation Standards, die auch auf die übrigen Fachkonferenzen übertragbar waren und sind (z.B. Differenzierung in Unterricht und Klassenarbeiten oder Koordination der Prüfungsvorbereitungen und –korrekturen). Die Fachleitungen WAT und Deutsch befanden sich in der Ausschreibung und sind besetzt seit August 2013 bzw. Februar 2014. Bis dahin wurden – wie auch in den übrigen Fachbereichen – die Vorsitzenden der Fachkonferenzen im Kreise der Fachkräfte bestimmt.

Nachdem die Grundstruktur stand, begann eine Zeit des Probierens und Nachsteuerns im Rahmen schulischer Dienstbesprechungen:

Die Zuordnung jeder Kollegin und jedes Kollegen in jeweils eine blaue und eine grüne Fachkonferenz bewährte sich nicht, weil etliche Kolleginnen und Kollegen sich zwei blauen oder zwei grünen Fachkonferenzen zugehörig fühlten. Die zunächst (im Schuljahr 13/14) zeitgleich stattfindenden blauen bzw. grünen Fachkonferenzen wurden zu blauen und grünen Konferenzwochen (Schuljahr 14/15). Mit dem Schuljahr 15/16 sind wir dazu übergegangen, innerhalb der Konferenzwochen genau festzulegen, wann welche Konferenz stattfindet (vgl. Schuljahreskalender). Seit Schuljahr 2014/15 schalten wir dem blauen und grünen Band in den beiden ersten Schulwochen ein graues Band vor, in dem alle Einzelfächer zur organisatorischen Schuljahresplanung tagen.

Die Verabredungen zur inhaltlichen Arbeit wurden zunächst in der Steuerungsgruppe getroffen (bis einschließlich Schuljahr 13/14) : Während die Fachkonferenzen Deutsch, Mathematik, Sprache und NaWi mit der Differenzierung nach G- und E-Niveau im „leistungsdifferenzierten Unterricht“ bereits einen festgelegten Arbeitsauftrag bearbeiteten, wurde für alle Fachbereiche folgender Arbeitsauftrag festgelegt: „Bitte stellen Sie einen Stoffverteilungsplan in den einzelnen Fachkonferenzen zusammen. Der Stoffverteilungsplan dient als fachliche Grundlage für die Schuljahresplanung 2014/15. Bitte verwenden Sie hierfür das einheitliche Format, das Ihnen als Datei auf den PCs im Lehrerzimmer zur Verfügung steht.“

Die Stoffverteilungspläne wiederum bildeten die Grundlage für unseren Studientag am Girls´and Boys´day im März 2014 zur Arbeit an der kognitiven Landkarte im Rahmen der „Pädagogischen Werkstatt: Individualisierung/Umgang mit Heterogenität“ (Kooperationsprojekt zwischen der Akademie des Deutschen Schulpreises der Robert-Bosch-Stiftung und der SenBJW). An der „Pädagogischen Werkstatt“ nahmen wir auf Beschluss der Jahrgangsteams seit Dezember 2012 mit fünf Kolleginnen und Kollegen teil.

Im Frühjahr 2016 besetzten wir mit internen Interessensbekundungsverfahren auf der Grundlage detaillierter Aufgabenbeschreibungen die verbleibenden Fachleitungen in den Bereichen GeWi, NaWi und Künste, so dass nunmehr in sieben von acht Fachbereichen vergleichbare (wenn auch nicht gleiche) Bedingungen in der Leitung herrschen. Die Fachbereichsleitung Mathematik bleibt als einzige bislang unbesetzt und befindet sich in der Ausschreibung.

Die nahezu vollständige Besetzung mit Fachleiterinnen und -leitern erlaubt es uns seit dem laufenden Schuljahr 2016/17 zweimal im Halbjahr Fachleitersitzungen einzuberufen, in deren Rahmen organisatorische Standards und inhaltliche Schwerpunkte verabredet werden.

③ Die Erweiterte Schulleitung (ESL)
Die Einrichtung einer Erweiterten Schulleitung ist im Berliner Schulgesetz (§ 74) als Möglichkeit für jede Schule vorgesehen. Gleichzeitig sieht das Schulgesetz für dieses Gremium eine hohe Gestaltungsfreiheit vor, welche die sehr unterschiedliche Ausgestaltung an den Berliner Schulen erklärt.

Zur Erweiterten Schulleitung der Schule am Schloss gehören:

  • der Schulleiter sowie die Funktionsstelleninhaberinnen und –inhaber gemäß § 73 (1) SchulG (an unserer Schule die Mittelstufenleiterin und die Fachleiterinnen und -leiter Deutsch, Fremdsprachen, Sport und WAT);
  • die intern bestellten Fachleiterinnen und -leiter (GeWi, NaWi, Künste);
  • die von den Teams gewählten Teamleiterinnen und -leiter (jährlich bestätigt von der Gesamtkonferenz seit Bestehen der ESL).

An unserer Schule ist die Erweiterte Schulleitung mit dem Schuljahr 2014/15 aus der Steuerungsgruppe hervorgegangen. Die Steuerungsgruppe wurde bereits im Dezember 2009 im Rahmen eines Studientages gegründet und seither durch einen externen Schulberater, später unterstützt durch die Regionale Fortbildung, moderiert.

Ihre Rolle definierte die Steuerungsgruppe am 14.09.2012 folgendermaßen: „Die Steuerungsgruppe hat die Aufgabe, über den Schulalltag hinaus zu denken und den Schulentwicklungsprozess im Kollegium zu kommunizieren. Sie unterscheidet sich daher von der Teamleiterrunde, die die Geschäfte der Jahrgänge mit der Schulleitung bespricht. Dennoch sollen neben der Schulleitung die Jahrgangsleiterinnen und -leiter in der Steuerungsgruppe vertreten sein. An der Schulentwicklung interessierte Kolleginnen und Kollegen sind herzlich eingeladen, mitzumachen.“

Als Gremium der Schulentwicklung tagte die Steuerungsgruppe bis einschließlich Schuljahr 2013/14 zweimonatlich. Aus der Steuerungsgruppe heraus wurden folgende Themen initiiert und gestaltet:

  • Aufbau der Teamstrukturen
  • Organisation und Aufgabenbeschreibung der Fachkonferenzen
  • Binnendifferenzierte Leistungsdifferenzierung
  • Gestaltung des Profiltags
  • Zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit
  • Demokratieerziehung: Vorbereitungen zu Installation des wöchentlichen Klassenrats

Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 wurden die Aufgaben der Steuerungsgruppe von der Erweiterten Schulleitung übernommen, die monatlich tagt und von unserer Mittelstufenleiterin moderiert wird. An den Themen, die seither bearbeitet und über Teamsitzungen, Fachkonferenzen und Studientage ins Kollegium getragen wurden, lässt sich die Bedeutung der ESL für unsere Unterrichts- und Schulentwicklung ablesen:

  • Schuljahres-Terminplanung
  • Sprachbildung: Vorbereitung des Studientags
  • Fächerübergreifende Unterrichtseinheiten: Vorbereitung der Studientage
  • Profilunterricht und Profilziele: Vorbereitung der Studientage
  • Öffentlichkeitsarbeit: Neugestaltung der Website
  • Aula- und Klassenzimmertechnik: Wünsche und Notwendigkeiten
  • Schulordnung: Ziele für Schülerinnen und Schüler und Pädagoginnen und Pädagogen
  • Rahmenlehrplan / Schulinternes Curriculum: Vorbereitung der Studientage

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