Kleine Künstler - große Bilder

Die Schülerinnen und Schüler der Willkommensklasse der „Schule am Schloss“ haben an einem Kunstprojekt teilgenommen, das vom Bezirksamt Charlottenburg unterstützt und finanziert wurde.
Ziel sollte es sein, dass sich die Kinder mit ihrer Heimat, ihrer Flucht und ihrer neuen Situation in Berlin auseinandersetzen und sich gegenseitig besser kennenlernen.

Ingrid Bielefeld vom Verein KiezKultur e.V., hat sich dieser Aufgabe angenommen und die beiden Künstler Dany Klaus und Samy Teuchert ins Boot geholt, und so haben sie gemeinsam eine Idee entwickelt, die Anforderungen des Projektes umzusetzen.

Im Zeitraum von November 2016 bis Januar 2017 haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Deutsch-und Kunstunterrichtes mit ihrer Klassenlehrerin, Frau Alina Soroceanu, den beiden Künstlern und der Übersetzerin Sahar Hasan in vielen Gesprächsrunden über sich gesprochen. Dazu wurden Wörter gesucht, die helfen sollten, eigene Erlebnisse zu erzählen; Wörter wie: Reise, Abschied, Ankommen, Meer, Heimweh, Sehnsucht... waren eine große Hilfe, über Themen wie ihren Weg nach Deutschland zu sprechen. Aber es gab auch Wörter, die Anlass zur Freude gaben: Lachen, Glück, Zufriedenheit, und es war schön zu sehen, dass es auch darüber viel zu erzählen gab.

Schnell war klar: Jedes Kind sollte ein eigenes, großes Bild gestalten.
So wurden die Buchstaben des eigenen Namens in selbst gewählter Form auf eine Leinwand gemalt, und jeder suchte neue Wörter, in denen der Buchstabe des eigenen Namens vorkam. Jeder durfte drei Stofffarben aussuchen, mit denen er die Buchstaben und Wörter ausmalte. Anschließend wurde der Stoff auf einen selbstgebauten Holzrahmen gespannt und befestigt.

So entstanden 12 wunderbare, unterschiedliche Bilder, die am 19. Januar 2017 in Anwesenheit von Vertretern des Bezirksamtes, Stadtrat Oliver Schruoffenegger und Frau Perico, Vertreterin der Koordinierungsstelle für Willkommenklassen, Frau Hecke, Eltern, Lehrern und Schülerinnen und Schülern der Schule am Schloss gezeigt wurden.

Es gab großen Beifall, als die Kinder der Willkommensklasse erzählten, wie ihre Bilder entstanden sind. Es war für sie sicher nicht leicht, vor einem so großen Publikum in der Aula zu sprechen, aber alle haben es super gemeistert und dafür gab es viel Anerkennung.

 

 

Über einen so langen Zeitraum an einem Thema zu arbeiten, verlangte von allen große Ausdauer. Die geschickte Art und Weise der beiden Künstler, die Kinder immer wieder neu zu motivieren wie auch die einfühlsame Übersetzung und Anregung der aus Syrien stammenden Übersetzerin haben es möglich gemacht, dass die Ergebnisse so sehenswert geworden sind.

Inzwischen hängen die Bilder im Flur der Schule und werden eine schöne Erinnerung bleiben für die kleinen Künstler und für alle anderen Beteiligten an diesem wunderbaren Projekt.

Nachtrag:
Im Kiezblatt Nr. 64, Seite 10 (Zeitung des Kiezbündnisses Klausenerplatz e.V.) ist ein kleiner Beitrag über das Projekt abgedruckt.

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Anmeldezeitraum der Schule am Schloss